Spiroergometrie

Die Spiroergometrie dient der Messung der Leistung der Arbeit während einer Belastung (Kroidl et al., 2010) und ermöglicht qualitative und quantitative Aussagen zur Reaktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel bei körperlicher Belastung zu treffen (Hollmann & Hettinger, 2000).

Beschreibung

Die Spiroergometrie hat ihren Ursprung im Bereich des Sports und der Medizin und konzentriert sich dort auf leistungsdiagnostische Untersuchungen. Dennoch wird die Spiroergometrie immer häufiger für objektive Messungen zu Beanspruchungen im Bereich der Arbeitsmedizin herangezogen. Grundsätzlich ist die Spiroergometrie ein Verfahren, mit dem die Auswirkungen einer körperlichen Belastung näher untersucht werden können. Diesem Verfahren liegt die Messung der Atemgase (Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe, Respiratory Exchange Ratio) über eine Maske zugrunde, woraus letztendlich die Reaktionen und Beanspruchungen des Körpers auf die körperliche Belastung abgeleitet werden können. Derzeit ist der Einsatz der Spiroergometrie im Bereich der Arbeitsmedizin sehr überschaubar. Aktuell wird am Lehrstuhl für Ergonomie die Forschung im Bereich der quantitativen Nutzung dieses Systems zur Analyse von neuartigen Assistenzsystemen, wie Exoskeletten, vorangetrieben.

Anwendungsbeispiele

Im Rahmen des Projekts „Körpergetragene Hebehilfe” wird die Spiroergometrie im arbeitswissenschaftlichen Kontext genutzt, um Aussagen zur Reduktion der Beanspruchung bei Nutzung eines Exoskeletts treffen zu können. Zudem werden auch klassische Analysen zur Beanspruchung bei Tests von Sportgeräten durchgeführt.

Literatur

Hollmann, W. & Hettinger, T. (2000). Sportmedizin: Grundlagen für Arbeit, Training und Präventivmedizin (4. Aufl.). Stuttgart [u.a.]: Schattauer.

Kroidl, R., Schwarz, S. & Lehnigk, B. (2010). Kursbuch Spiroergometrie: Technik und Befundung verständlich gemacht (2. Aufl.). [s.l.]: THIEME.

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© TUM | Spiroergometrie am Probanden