Modularer Ergonomieprüfstand (MEPS)

Der von der Daimler AG entwickelte und an den Lehrstuhl für Ergonomie 2013 gestiftete modulare Ergonomieprüfstand (kurz MEPS) ist eine automatisierte, variantenreiche Version der Sitzkiste. Er bietet die Möglichkeit, dass unterschiedliche Fahrzeug-Geometrien vom Sportwagen bis hin zum LKW, aber auch Straßenbahnwagons sowie neue innovative Innraumkonzepte ohne großen konstruktiven Aufwand und in relativ kurzer Zeit dargestellt werden können. Die Flexibilität liegt im modularen Aufbau des Prüfstands aus elektrisch verfahrbaren Modulwagen und dem dazugehörigen Schienensystem.

Funktionsweise des Modularen Prüfstandes

Die Modularität des Ergonomieprüfstands basiert auf einem Grundgerüst aus parallel zueinander liegenden Schienenelementen. Auf diesen Bahnen können Modulwagen variabel platziert werden, welche wiederum für die Montage von Bauteilen genutzt werden können (u.a. Sitze, Mittelkonsole, Türen).

Für unterschiedliche Anbauelemente (z.B. Außenkarosserie, Lenkrad, Sitze, etc.) existieren unterschiedliche Modulwagen. Je nach Typ können die Anbauten in bis zu 4 Freiheitsgrade (3 Translation und 1 Rotation) elektrisch bewegt werden. Diese unterschiedlichen Ansteuerungsmöglichkeiten ergeben die hohe Variantenvielfalt des modularen Ergonomieprüfstandes. Die Ansteuerung – also die Verstellung der einzelnen Modulwagen – erfolgt über ein auf LabView-basiertes Programm, das sowohl über ein Bedienterminal als auch über ein Tablet-PC bedient werden kann. Der Austausch der Modulwagen erfolgt über ein hydraulisches Hubsystem.

Anwendungsgebiete des MEPS am Lehrstuhl für Ergonomie

Forschungsthemen werden schwerpunktmäßig im Bereich der Menschmodellierung (Performance, Diskomfort), der Fahrsimulation und der Raumwahrnehmung liegen. Zudem soll der modulare Ergonomieprüfstand auch in die Lehre eingebunden werden.

 Pressemitteilung der TUM: (http://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/32526/)

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Ingrid Bubb